Manchmal beginnt eine Auftragssuche mit einer ziemlich klaren Vermutung: Ein Ring ist verloren gegangen, also nehme ich meinen Metalldetektor und suche den betreffenden Bereich ab. Doch nicht jede Suche läuft so einfach ab. Bei meiner Auftragssuche in Willich zeigte sich wieder einmal, dass neben dem Metalldetektor auch genaues Nachdenken und etwas Hartnäckigkeit wichtig sind.
Diesmal ging es um einen Platinring, der während der Gartenarbeit verloren gegangen war. Der Besitzer konnte den Verlust zeitlich mit den Arbeiten im Garten in Verbindung bringen. Damit war zumindest schon einmal klar, in welchem Zusammenhang der Ring verschwunden sein musste.
Also machte ich mich auf den Weg nach Willich. Meine Aufgabe: den verlorenen Platinring möglichst wiederzufinden.
Nach meiner erfolgreichen Auftragssuche vom vergangenen Sonntag war dies damit schon der nächste Einsatz. Natürlich weiß man vorher nie, ob eine Suche tatsächlich erfolgreich endet. Gerade in einem Garten können viele Faktoren die Suche mit dem Metalldetektor erschweren.
Und genau das war diesmal der Fall.
Die Suche im Garten war schwieriger als gedacht
Zunächst konzentrierte ich mich auf den Garten. Schließlich war der Ring bei der Gartenarbeit verschwunden. Es lag also nahe, dass er irgendwo auf dem Grundstück auf dem Boden oder zwischen Pflanzen und Sträuchern liegen könnte.
Mit dem Metalldetektor begann ich, die infrage kommenden Bereiche abzusuchen.
Allerdings stellte sich schnell heraus, dass das Gelände nicht gerade einfach war. Im Garten befanden sich zahlreiche Metallteile. Entsprechend viele Signale bekam ich während der Suche.
Wer schon einmal mit einem Metalldetektor in einem Garten gesucht hat, kennt das Problem. Nägel, Schrauben, Draht, Metallreste und andere Gegenstände können für zahlreiche Signale sorgen. Dadurch wird es deutlich schwieriger, einen bestimmten verlorenen Gegenstand herauszufiltern.
Trotzdem suchte ich die entsprechenden Bereiche ab.
Doch der gesuchte Platinring tauchte zunächst nicht auf.
Das ist bei einer Auftragssuche natürlich der Moment, an dem man überlegen muss: Wo könnte der Ring noch sein?
Einfach nur immer wieder über dieselbe Fläche zu laufen, bringt irgendwann nicht mehr viel. Stattdessen hilft es, den Ablauf des Verlustes möglichst genau nachzuvollziehen.
Was ist bei der Gartenarbeit passiert?
Wir gingen deshalb noch einmal gedanklich durch, was bei der Gartenarbeit gemacht worden war.
Dabei spielte der Strauchschnitt eine wichtige Rolle. Während der Arbeiten waren Sträucher beziehungsweise abgeschnittenes Pflanzenmaterial eingesammelt und anschließend entsorgt worden.
Und damit kam eine weitere Möglichkeit ins Spiel.
Was wäre, wenn der Ring gar nicht mehr im Garten lag?
Bei Gartenarbeiten arbeitet man viel mit den Händen. Äste und Strauchschnitt werden angefasst, zusammengenommen und anschließend weggetragen. Wenn sich dabei ein Ring vom Finger löst, muss er nicht zwangsläufig direkt auf den Boden fallen.
Er kann genauso gut zwischen dem Schnittgut landen.
Wird dieses anschließend eingesammelt, wandert der Ring möglicherweise unbemerkt zusammen mit den Gartenabfällen weiter.
Genau deshalb nahmen wir schließlich die Biotonne genauer unter die Lupe.
Die entscheidende Spur führte zur Biotonne
Die Biotonne war natürlich nicht der erste Ort, an dem man einen verlorenen Platinring vermutet. Doch nach der erfolglosen Suche im Garten wurde diese Möglichkeit immer interessanter.
Also wurde auch dort gesucht.
Zwischen dem Strauchschnitt und den Gartenabfällen kam schließlich der entscheidende Moment:
Der verlorene Platinring war tatsächlich in der Biotonne gelandet.
Damit war die Auftragssuche erfolgreich beendet.
Der Ring war wieder da.
Gerade bei einem Platinring ist die Erleichterung natürlich entsprechend groß. Neben dem materiellen Wert können Ringe außerdem einen persönlichen Wert besitzen, der sich überhaupt nicht in Geld ausdrücken lässt.
Für mich war es wieder ein schöner Moment, einen verlorenen Gegenstand an seinen Besitzer zurückgeben zu können.
Ohne die Biotonne wäre der Ring vermutlich weg gewesen
Diese Suche zeigt sehr schön, warum man bei verlorenen Ringen nicht ausschließlich den eigentlichen Verlustort betrachten sollte.
Hätten wir uns nur auf den Gartenboden konzentriert, wäre die Suche möglicherweise ohne Ergebnis beendet worden.
Noch entscheidender ist aber etwas anderes: Der Inhalt einer Biotonne wird irgendwann abgeholt. Wäre der Ring bis dahin nicht entdeckt worden, hätte sich die Chance auf eine spätere Wiederbeschaffung vermutlich erheblich verschlechtert.
Deshalb kann bei einem verlorenen Gegenstand Schnelligkeit wichtig sein.
Wer beispielsweise beim Heckenschneiden, Rasenmähen, Laubharken oder anderen Gartenarbeiten einen Ring verliert, sollte nicht sofort sämtliche Gartenabfälle entsorgen. Säcke, Schubkarren, Laubhaufen, Kompostbehälter und natürlich auch die Biotonne können bei der Suche eine wichtige Rolle spielen.
Das gilt besonders dann, wenn der Ring möglicherweise beim Greifen oder Tragen von Pflanzenmaterial vom Finger gerutscht ist.
Ein Metalldetektor allein löst nicht jede Auftragssuche
Für mich war die Suche in Willich außerdem wieder ein gutes Beispiel dafür, dass eine erfolgreiche Auftragssuche nicht nur daraus besteht, mit dem Metalldetektor über eine Fläche zu laufen.
Der Detektor ist mein wichtigstes Werkzeug. Doch manchmal liegt die Lösung außerhalb der zunächst vermuteten Suchfläche.
Dann hilft es, den Ablauf möglichst genau zu rekonstruieren.
Wo wurde gearbeitet? Was wurde angefasst? Wohin wurden Gegenstände getragen? Welche Kleidung wurde getragen? Wurden Handschuhe ausgezogen? Wurden Gartenabfälle entsorgt?
Solche Fragen können den Suchbereich erheblich verändern.
Gerade ein Garten kann außerdem ein schwieriges Gelände für einen Metalldetektor sein. Viele vorhandene Metallgegenstände sorgen für zusätzliche Signale. Deshalb ist eine möglichst genaue Eingrenzung des Verlustbereichs besonders hilfreich.
Bei dieser Suche brachte letztendlich die Kombination aus Absuchen und Nachdenken den Erfolg.
Wieder eine erfolgreiche Auftragssuche
Für mich war es wieder eine Auftragssuche mit einem richtig schönen Ende.
Erst die schwierige Suche im Garten mit vielen Metallsignalen. Dann zunächst kein Platinring. Schließlich die Überlegung, dass der Ring zusammen mit dem Strauchschnitt verschwunden sein könnte.
Und am Ende lag er tatsächlich zwischen den Gartenabfällen in der Biotonne.
Genau solche Suchen machen für mich den besonderen Reiz der Auftragssuche aus. Man weiß am Anfang nie genau, wie die Suche verlaufen wird. Manchmal kommt das Signal direkt an der vermuteten Stelle. Manchmal muss man dagegen umdenken und auch Orte berücksichtigen, die zunächst gar nicht offensichtlich erscheinen.
Das Wichtigste ist am Ende aber das Ergebnis:
Der Platinring ist wieder bei seinem Besitzer.
Und damit war auch meine Auftragssuche in Willich erfolgreich abgeschlossen.
Ring bei der Gartenarbeit verloren – was jetzt?
Wer einen Ring bei der Gartenarbeit verliert, sollte zunächst möglichst wenig am betreffenden Bereich verändern. Vor allem Gartenabfälle sollten nicht sofort entsorgt werden.
Auch Arbeitskleidung, Handschuhe, Schuhe, Werkzeug, Schubkarren und Behälter sollte man kontrollieren. Anschließend kann der wahrscheinliche Bewegungsbereich möglichst genau eingegrenzt werden.
Ein Metalldetektor kann die Suche anschließend deutlich erleichtern. Allerdings gibt es keine Garantie für einen Fund. Je genauer bekannt ist, wann und wo der Gegenstand verloren ging, desto besser lässt sich die Suche vorbereiten.
Mein aktueller Einsatz in Willich zeigt jedenfalls: Auch wenn der Ring nicht dort liegt, wo man ihn zuerst vermutet, lohnt es sich, weiterzudenken.
Diesmal führte dieser Gedanke direkt zur Biotonne – und zum verlorenen Platinring.
Du hast selbst einen Ring oder Gegenstand verloren?
Ich führe mit meinem Metalldetektor auch Auftragssuchen nach verlorenen Gegenständen durch. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf Mönchengladbach und der näheren Umgebung.
Wenn ein Ring, Schmuckstück oder ein anderer metallischer Gegenstand verloren gegangen ist, kannst du dich über Whatsapp bei mir melden.
Je genauer du mir beschreiben kannst, wann, wo und unter welchen Umständen der Gegenstand verloren ging, desto besser lässt sich einschätzen, ob eine Suche mit dem Metalldetektor sinnvoll ist.









