Tantalring mit Metalldetektor wiedergefunden

Manche Auftragssuchen mit dem Metalldetektor bleiben länger in Erinnerung als andere. Nicht unbedingt, weil die Suche besonders schwierig war oder der verlorene Gegenstand einen hohen materiellen Wert hatte. Manchmal ist es einfach der Ort, der eine Suche zu etwas Besonderem macht.

Genau so war es bei meiner heutigen Auftragssuche in Grevenbroich.

Gesucht wurde ein verlorener Tantalring, genauer gesagt ein Ehering aus Tantal. Der Ring war im Freien verloren gegangen und sollte mit dem Metalldetektor wiedergefunden werden. Solche Aufträge übernehme ich immer wieder. Gerade bei Ringen, Schlüsseln oder anderen metallischen Gegenständen kann ein Metalldetektor die Suche deutlich erleichtern.

Also ging es heute Vormittag los.

Nach ungefähr einer halben Stunde Suche kam schließlich das Signal, auf das man bei einer solchen Auftragssuche wartet. Der verlorene Tantalring war gefunden.

Damit war der eigentliche Auftrag erfolgreich abgeschlossen. Für den Besitzer bedeutet so ein Fund natürlich wesentlich mehr als nur die Rückgabe eines Stücks Metall. Gerade ein Ehering besitzt in erster Linie einen persönlichen und emotionalen Wert.

Für mich bekam diese Auftragssuche aber noch aus einem ganz anderen Grund eine besondere Bedeutung.


Der Fundort lag nur 50 Meter von meinem alten Elternhaus entfernt

Als ich wusste, wo die Suche stattfinden sollte, wurde mir schnell klar, wie nah ich meiner eigenen Vergangenheit dabei kommen würde.

Der Bereich in Grevenbroich, in dem der Ring verloren gegangen war, liegt nur ungefähr 50 Meter von meinem damaligen Elternhaus entfernt. Dort haben wir in den 1980er-Jahren gewohnt.

Damit fand die Auftragssuche praktisch dort statt, wo ich einen Teil meiner Kindheit verbracht habe.

Natürlich war zunächst der verlorene Ring das Wichtigste. Wenn ich zu einer Auftragssuche fahre, konzentriere ich mich auf die Fläche und auf die Signale des Metalldetektors. Je genauer sich der mögliche Verlustbereich eingrenzen lässt, desto systematischer kann ich suchen.

Nach ungefähr 30 Minuten war es geschafft.

Der Tantalring konnte wiedergefunden werden.

Solche Momente sind auch nach mehreren Jahren mit dem Metalldetektor immer wieder schön. Bei einer normalen Sondeltour weiß man vorher nicht, was man findet. Bei einer Auftragssuche ist das anders. Dort gibt es ein ganz bestimmtes Ziel.

Man weiß, dass irgendwo auf der Fläche ein Gegenstand liegen müsste. Trotzdem ist keineswegs garantiert, dass man ihn findet. Der angegebene Verlustbereich kann ungenau sein. Ein Ring kann im Gras verschwinden oder an einer Stelle liegen, an der man ihn mit bloßem Auge praktisch nicht mehr erkennt.

Umso schöner ist der Moment, wenn der Detektor schließlich das richtige Signal liefert.


Warum ein Tantalring interessant ist

Tantal ist ein Metall, das unter anderem für Schmuck und Eheringe verwendet wird. Es besitzt eine charakteristische dunkelgraue Farbe und unterscheidet sich optisch deutlich von klassischen Eheringen aus Gold oder Silber.

Für die Suche mit einem Metalldetektor spielt allerdings weniger die Optik eine Rolle. Entscheidend ist, dass der Ring aus Metall besteht und vom Detektor erfasst werden kann.

Dabei sollte man sich nicht ausschließlich auf einen bestimmten Leitwert verlassen. Je nach Metalldetektor, Ringgröße, Lage im Boden und weiteren Bedingungen kann sich das Signal unterscheiden.

Deshalb gehört bei einer Auftragssuche auch etwas Geduld dazu.

Dieses Mal dauerte es ungefähr eine halbe Stunde, bis der gesuchte Tantalring wieder ans Tageslicht kam. Damit war die Suche vergleichsweise schnell erfolgreich.

Eigentlich hätte ich danach direkt wieder nach Hause fahren können.

Doch dazu war mir der Ort einfach zu vertraut.


Nach der Ringsuche kam die Reise in die eigene Kindheit

Nachdem der Ring wieder bei seinem Besitzer war und die Auftragssuche erfolgreich beendet war, bin ich noch ein wenig durch die Gegend gegangen.

Schließlich war ich praktisch wieder dort, wo ich in den 1980er-Jahren einen Teil meiner Kindheit verbracht hatte.

Also ging es für mich noch einmal zum alten Bolzplatz.

Dort habe ich früher als Kind Fußball gespielt. Ein Platz, der damals einfach zum Alltag gehörte. Als Kind macht man sich über solche Orte kaum Gedanken. Man trifft Freunde, spielt Fußball und verbringt seine Zeit draußen.

Jahrzehnte später sieht man denselben Ort mit völlig anderen Augen.

Auch am damaligen Spielplatz ging es vorbei. Anschließend bin ich noch etwas durch die Umgebung gelaufen und habe mir die Gegend angesehen.

Dabei kamen natürlich einige Erinnerungen zurück.

Straßen, Wege und Plätze können sich verändern. Gebäude sehen anders aus oder verschwinden irgendwann vollständig. Trotzdem erkennt man vieles sofort wieder.

Plötzlich weiß man wieder genau, wo man als Kind gespielt hat und welche Wege man damals ständig gelaufen ist.

Aus einer Auftragssuche nach einem verlorenen Ehering wurde dadurch für mich ganz unerwartet auch eine kleine Reise zurück in die eigene Vergangenheit.


Auftragssuche mit dem Metalldetektor ist oft mehr als Schatzsuche

Genau solche Erlebnisse zeigen für mich einen besonderen Bereich des Hobbys Metalldetektor.

Natürlich macht es Spaß, auf einer erlaubten Fläche unterwegs zu sein und nicht zu wissen, was unter der Spule auftaucht. Doch die gezielte Suche nach einem verlorenen Gegenstand ist noch einmal etwas anderes.

Hier weiß ich genau, wonach ich suche.

Besonders häufig geht es dabei um verlorene Ringe. Ein Ehering oder Verlobungsring kann beim Arbeiten im Garten, beim Sport, beim Spielen mit den Kindern oder bei anderen Tätigkeiten unbemerkt vom Finger rutschen.

Im hohen Gras reicht anschließend manchmal schon ein einziger Schritt, und der Ring ist praktisch nicht mehr zu sehen.

Dann beginnt häufig die Suche mit den Augen. Die betroffene Fläche wird mehrfach abgesucht. Doch je nach Bodenbewuchs kann selbst ein Ring, der offen auf dem Boden liegt, erstaunlich schwer zu entdecken sein.

Hier kann ein Metalldetektor einen entscheidenden Vorteil bieten.

Natürlich gibt es auch damit keine Fundgarantie. Man muss zumindest ungefähr wissen, wo der Gegenstand verloren gegangen sein könnte. Je größer die Fläche wird, desto aufwendiger wird die Suche.

Wenn sich der mögliche Verlustbereich jedoch eingrenzen lässt, stehen die Chancen oft deutlich besser.


Nach rund 30 Minuten war der Tantalring wieder da

Bei dieser Suche in Grevenbroich hat es funktioniert.

Nach ungefähr 30 Minuten konnte ich den verlorenen Tantalring finden und die Auftragssuche erfolgreich abschließen.

Das allein wäre bereits ein schöner Vormittag gewesen.

Dass die Suche ausgerechnet nur etwa 50 Meter von meinem früheren Elternhaus entfernt stattfand, machte die Sache für mich aber besonders.

Nach Jahrzehnten wieder über den alten Bolzplatz zu laufen, auf dem ich als Kind Fußball gespielt habe, hatte ich bei der Anfahrt zur Auftragssuche sicher nicht eingeplant.

So führte mich mein Hobby beziehungsweise meine Tätigkeit als Auftragssucher ganz unerwartet an einen Ort zurück, mit dem ich viele persönliche Erinnerungen verbinde.

Ein verlorener Tantalring wurde wiedergefunden.

Ein Besitzer bekam seinen Ehering zurück.

Und ich bekam nebenbei einen kleinen Ausflug in meine eigene Kindheit.

Viel besser hätte diese Auftragssuche heute Vormittag eigentlich nicht laufen können.


Du hast selbst einen Ring verloren?

Wenn du im Raum Mönchengladbach, Grevenbroich oder Umgebung einen Ring oder einen anderen metallischen Gegenstand im Freien verloren hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

Ich suche beispielsweise auf Grundstücken, in Gärten oder auf anderen geeigneten Flächen, sofern das Betreten und die Suche dort erlaubt sind.

Meine Auftragssuche führe ich kostenlos durch. Über einen freiwilligen Finderlohn bei erfolgreicher Suche freue ich mich natürlich. Je nach Entfernung können lediglich Fahrtkosten anfallen.

Wichtig ist vor allem, dass du den möglichen Verlustbereich so genau wie möglich beschreiben kannst. Je besser sich die Fläche eingrenzen lässt, desto gezielter kann die Suche mit dem Metalldetektor erfolgen.